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Veranstaltungen des DHV-NRW Bezirk Mittelrhein

 

Datum Veranstaltungsort
So. 9. Januar 2022
10:00 Uhr
Jahresmitgliederversammlung 2022
Bezirk Mittelrhein


 


Nähere Infos erhalten Sie bei einer unter Rubrik-Home angegebenen Adressen !


In Memoriam Matthias Sturm

Matthias Sturm ist am 8. Juli 2020 im Alter von 87 Jahren gestorben. Er war Ehrenvorsitzender des DHV Bezirks Mittelthein.

Traueranzeige Matthias SturmMit acht Jahren erhielt er Akkordeonunterricht, und mit 14 Jahren unterrichtete er selbst schon Schüler auf dem Akkordeon. Von 1948 bis 1951 studierte er an der Hochschule für Musik und Tanz Köln Geige, Klavier und Harmonielehre. Mit einigen Freunden und Schülern gründete er 1954 den Akkordeon-Club Gleuel, daraus entwickelte sich später das Akkordeon-Orchester Hürth-Gleuel e.V., dessen Vorsitz er lange innehatte. Er war auch gleichzeitig bis 1996 der musikalische Leiter, bis er den Dirigentenstab an Pavel Schickmann weitergab. 1972 gründete er das Jugendorchester. Daneben unterrichtete er an der Musikschule Frechen sowie in Remscheid Akkordeon.

Von 1976 bis 2001 war er außerdem Vorsitzender des Deutschen Harmonika-Verbandes Bezirk Mittelrhein und bekleidete ab 1996 auch die Position des stellvertretenden Landesvorsitzenden Nordrhein-Westfalen. Er wurde dafür vom Bezirk Mittelrhein zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Für seine zahlreichen ehrenamtlichen Tätigkeiten erhielt Matthias Sturm 1984 das Bundesverdienstkreuz am Bande.


Foto: AO Hürth-Gleuel 1954 e.V.

Matthias Sturm hat in der Zeit von 1954 bis 2004 aktiv die Akkordeonszene in Hürth und der Region mitgestaltet. 2004 war er noch aktiv in die Vorbereitung und Durchführung der Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen seines Vereins eingebunden. Damals erinnerte er sich an die Gründung - mit der Familie seiner späteren Frau Renate, geborene Thumm, wollte er nicht nur Hausmusik machen, sondern auch andere Kinder an das Akkordeon heranführen - durch Musikunterricht und durch gemeinsames Musizieren im Orchester. Am 16. August 1954 hatten sich zunächst sieben junge Leute zu einem Ensemble zusammengefunden. Der erste Auftritt war bei der Gleueler Kirmes ein Jahr später.

In den 1970er Jahren wurde der Verein nicht nur in der Region, sondern auch national und sogar international bekannt - durch Konzerte und Wettbewerbsbeteiligungen in Paris, Rotterdam, Luzern, Innsbruck, am Nordkap und sogar in den USA. Außerdem war er in Hürth nicht nur musikalisch präsent: in der Session 1973/74 stellten Prinz Matthias III. (Sturm), Jungfrau Horstine I. (Horst Thumm) und Bauer Hans I. (Andreas) das Dreigestirn von Hürth-Gleuel - alle Mitglieder des Akkordeon-Orchesters!

In einem Interview sagte er 2004: "Das Orchester mit aktuell 45 Aktiven, davon 15 Jugendliche, erfüllt mich mit Stolz. Es ist für mich ein ganz erhebendes Gefühl, dass ich miterleben konnte, wie das Pflänzchen, das ich gesetzt habe, Früchte trägt." Auch nachdem er den Taktstock abgegeben hatte, legte er das Akkordeon nicht beiseite.

Beim Jubiläumskonzert zum 60-jährigen Vereinsbestehen zehn Jahre später habe ich noch gemeinsam mit Gottfried Weber, dem Gründungsdirgenten des benachbarten Akkordeon-Orchesters Wesseling, länger mit ihm beim anschließenden Empfang gesprochen. Er hatte sich damals sowohl im Verein als auch in der Akkordeonszene ziemlich zurückgezogen, zumal er abends nicht mehr gut Auto fahren konnte.

Herzliche Anteilnahme an seine Frau Renate, seine Weggefährten im Orchester, seine Freunde. Trauerfeier und Urnenbeisetzung erfolgten im engsten Familienkreis. Zu einem späteren Zeitpunkt ist ein Gedenkkonzert in der Kirche St. Dionysius Hürth-Gleuel geplant.

Anita Brandtstäter

In stillem Gedenken und dankbarer Erinnerung.

 


Literaturworkshop DHV Mittelrhein

Im Oktober 2019 lud das Akkordeonorchester Drabenderhöhe-Bergisch Land in Kooperation mit dem DHV-Mittelrhein erneut zu einem Literaturworkshop unter dem Motto „Ausprobieren... Kennenlernen... Mal-was-ganz-anderes“ in die Landesmusikakademie NRW nach Heek, Burg Nienborg ein. Es war nunmehr der zweite vom AO Drabenderhöhe-Bergisch Land organisierte DHV-Literaturworkshop seit 2010, in dem wieder speziell Orchesterleiter und ambitionierte Akkordeonspieler angesprochen waren, da sich die Literatur überwiegend aus der oberen Mittel- und Oberstufe zusammensetzte.

Wie bereits in den Jahren zuvor leitete erneut Monika Schneider, aktuelle Bezirksdirigentin des DHV- Mittelrhein, den Workshop gekonnt in professioneller Weise. Am Ende des Workshops zollten ihr alle Teilnehmer Respekt für ihre "wundervolle Art des Dirigats".

Literatur Worshop 2020

Der für ursprünglich 35 Akkordeonisten geplante Workshop war so schnell gefüllt, dass es diesmal sogar zu einer Warteliste kam. Die geplante Kapazität konnte noch auf 39 Spieler aufgestockt werden, so dass glücklicherweise alle zusätzlichen Anmeldungen der Warteliste teilnehmen konnten. Somit waren insgesamt von Freitag Abend bis Sonntag Nachmittag Spieler aus 16 verschiedenen Orchestern aus ganz NRW und darüber hinaus vertreten.

Literaturworkshop 2020

An dieser Stelle möchten wir uns zunächst ganz herzlich bei den Musikverlagen/Komponisten Amusiko, Matthias Hennecke, Hans-Günther Kölz, Peter Lohmar, Nordmusik, Notenwunderland und Gabriele- Russ Musikverlag für die freundliche und kostenlose Bereitstellung der Seminarnoten danken. Mit ihrer Hilfe konnten insgesamt 44 Musikstücke angespielt werden.

Bereits Freitagabend, nach einem stärkenden Mahl und einem kurzen Kennenlernen wurden im Probensaal der Musikakademie die ersten 7 Stücke gespielt. Darunter Tangos wie "Rendevous in Rio" von Anton/Kölz oder die Manuskriptfassung zu "Homenaje a Cordoba" von Astor Piazolla in Bearbeitung von R. Schwarzien. Schnell gelang es Monika Scheider aus den verschiedenen Spielern ein harmonisches Orchester zu bilden.

In den darauffolgenden beiden Tagen erreichte Monika Schneider beispielsweise bei dem zugesandten anspruchsvolleren Titel "Shenanigans" von R. Fugmann einen guten Klangeindruck. Ebenso auf dem Programm standen diesmal mit "Sommer in Sundsvall" von R. Schwarzien und dem Concertino von H.- G. Kölz auch Werke für Akkordeon-Solo und -Orchester. Mit viel Disziplin und Engagement bei Spielern und Dirigentin konnte die große Vielfalt und auch die Anzahl des zur Verfügung gestellten Notenmaterials nahezu komplett vorgestellt und ausprobiert werden.

Selbst wenn vereinzelt Stücke den persönlichen Geschmack nicht getroffen haben, waren alle mit Begeisterung, Engagement und Konzentration das gesamte Wochenende dabei. Sogar für „erfahrene“ DHV-Workshop-Teilnehmer, gab es Neues zu entdecken. Viele Titel fanden in der Runde großen Anklang und werden bestimmt einen Weg ins Repertoire der Heimatorchester finden.

Das Format dieses Workshops fand wiederholt so großen Anklang unter den Teilnehmern, dass beschlossen wurde, das Konzept in größeren Abständen regelmäßig zu wiederholen.

Literaturworkshop 2020

 

 


 

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